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Es kommt Besuch
30.05.2009 15:07 (1704 x gelesen)

Es kommt Besuch

Sie bekommen Besuch. Wie fänden Sie es, wenn dieser Zweibinige Besucher (der nicht zur Familie gehört) sofort Ihr „Territorium“ beschlagnahmt? In alle Zimmer geht, sich in Ihr Bett legt, ein Stück Kuchen aus dem Kühhlschrank nimmt und die Dekorationen nach seinem Geschmack umstellt…
Wenn Sie Ihre Höflickeit mal ausser acht lassen, würden Sie dem Flegel wohl ordentlich den Marsch blasen. Oder sich mindestens gewaltig ärgern. Auch wir Menschen haben einen Sinn fürs Territorium. Doch Menschen lernen, dass „man so was nicht tut“. Hunde haben mit menschlicher Höflichkeit nichts am Hut.
 
 
 


Vielleicht nehmen Sie ab und zu einen Hund von bekannten zu sich oder gegen Ihren eigenen Vierbeiner dorthin. In der Regel läuft dies problemlos ab, machmal brauchten die Tiere einen Moment zur Eingewöhnung.
Vielfach geht es jedoch zuerst einmal drunter und drüber: toben, rennen, Knurren, Gegenstände herumtragen usw. Und wir stehen tatenlos dabei und denken: die müssen sich erst mal sortieren. Das stimmt zwar, doch mit unserem nichts tun vermitteln wir dem eigenen wie auch dem Gasthund: gar nichts. Aus Hundesicht haben wir hier scheinbar nicht zu sagen!
 
Doch Besuch empfangen ist Chefsache. Hier die Regeln:
  1. Lassen Sie den Gast nicht abliefern, holen Sie ihn ab. Wenn nicht bei ihm zuhause, dann mindestens draussen vor der Tür, an der Strasse, am Auto. Viele Hunde bekommen vor allem dann Sehnsucht nach Herrchen, wenn sie ihren Menschen weggehen sehen – vermeiden sie das nach Möglichkeit. Gehen Sie ein Stück entgegen und nehmen Sie den Hund an der Leine mit sich.
    Auf jeden Fall sollte er eine eigene Decke dabei haben!
  2. Wenn sich die Hunde noch nicht gut kennen, gehen sie auf neutralem Boden spazieren oder in den Garten. Holen Sie Ihren Hund dazu und stehen Sie nicht daneben wenn die Hunde sich begrüssen und anfangen zu toben. Bleiben Sie in Bewegung!! Gehen Sie eine Runde um den Garten, schauen Sie über den Zaun „sichern Sie das Grundstück“.
    Das sind bei uns übrigens die Momente, wo unsere Briards miteinander spielen und toben und die Umwelt vergessen: wenn ich mich im Garten bewege , die Umgebung beobachte. In diesen Momenten, und nur in diesen, ist der Rüde bereit, sich mit der Hündin herumzubalgen. Bin ich nicht in Bewegung, setze ich mich auf einen Stuhl oder verschwinde ich aus dem Garten, dann hört das Spiel schlagartig auf. Ende. Aus die Maus. Der Rüde hat dann sofort eine andere Aufgabe: er passt auf. Komme ich zurück, geht das Spiel weiter.
    Wir werden also ganz genau beobachtet von den Fellnasen, auch wenn es nicht so scheint.
    Wenn der Gasthund nicht auf Sie achtet oder hört, lassen Sie ihn „links liegen“. Es wird schon eine Situation kommen, in der Sie in Kontakt treten können. Wenn möglich, steuern Sie das Geschehen einige Minuten: Rufen Sie die Hunde zu sich, lassen Sie sie kurz absitzen und geben Sie sie wieder frei.
  3. Wenn Sie in die Wohnung kommen: machen Sie kein Aufhebens. Lassen Sie die Hunde nicht sofort überall hin, sondern begrenzen Sie den Freiraum zuerst. Plazieren Sie die Decke des Gasthundes in einer günstigen Ecke. Er sollte weniger privilegiert liegen als Ihr eigener Hund. Weiter weg von Tür, Sofa, Bett. Schicken Sie die Hunde auf ihren Platz. Wenn sie vorher ausgetobt haben geht dies ohne Probleme. Bekommen Sie die Hunde nicht ruhig, gehen Sie mit ihnen nochmals hinaus.
  4. Ist der Hund zum ersten Mal bei Ihnen, setzen Sie ein Zeichen (sofern Sie sich das zutrauen). Vorteil: am Anfang ist ein fremder Hund eher noch vorsichtig. Sie klären sofort alles Wichtige und haben dann eine angenehme Zeit mit den Hunden. Sie vermitteln: so läuft es bei uns, ich habe das Sagen.
    In Ihrem eigenen Interesse: nehmen Sie keinen Gasthund der in gewissen Situationen aggressiv reagiert, sich nicht ins Geschehen integriert oder Ihren eigenen Hund unterbuttert. Veranstalten Sie ein Probewochenende bevor Sie sich entschliessen, einen Gast länger zu betreuen.
  5. Egal, was der Gasthund zu Hause darf oder nicht darf – erlauben Sie ihm nicht mehr als dem eigenen Hund! Sonst sind Spannungen vorprogrammiert. Ihr Hund versteht die Welt nicht mehr wenn Sie den anderen als Ranghöheren behandeln. Der Hund kann durchaus unterscheiden und verstehen, dass hier andere Regeln gelten.
  6. Lassen Sie kein Spielzeug zum herumtragen herumliegen. Sonst haben Sie in null-komma-nichts das ewige „Meins-Deins-Spiel“. Bestimmen Sie selber wann Action ist und wann nicht.
  7. Lassen Sie Ihren Hund etwas früher mit dem Fressen anfangen als der Gasthund und bleiben Sie dabei bis beide fertig sind.
  8. Die Regeln müssen nicht gar so streng eingehalten werden wenn sich die Hunde sehr gut kennen und die Situationen eingespielt sind. Auf jeden Fall gilt: Am Anfang die Kontrolle gewinnen ist die halbe Miete.


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