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Weit verbreitete Fehler - die wir oft unbewusst anwenden
02.04.2009 18:22 (1542 x gelesen)

Es ist wichtig, die Faktoren, die das Verhalten eines Hundes steuern, zu kennen, wem man ihn trainieren möchte. Das Leben der Hunde ist voller Variationen und unterschiedlichen Reaktionsmöglichkeiten. Vielleicht ist der Hund gestresst und erfasst nicht was wir von ihm fordern. Entfernen wir den Stressfaktor, vermindern wir auch die Stresserlebniss und dadurch wird der Hund unseren Anforderungen bereitwillig Folge leisten.

Zu laute Stimmführung
Der Hund hört etwa 5x so gut wie wir. Doch scheint er leider an einer priodischen Taubheit zu leiden. Diese Taubheit betrifft in der Regel das Wort "Nein" oder "Komm".  An der gleichen Schwäche leidet das Gehör nie wenn wir sagen "Goodie" oder "Spaziergang".



Dass ein Hund nicht hört bedeutet also nicht, dass er nicht gehört hat. Es gibt auch keinen Grund dafür, mit Rufen oder Schreien zu beginnen und immer lauter zu werden. Stattdessen sollte man dem Tierchen die "Leviten" lesen. Das ist viel effektiver!
Ein Hund gewöhnt sich an eine lauter Stimmführunge ebenso, wie er sich auch daran gewöhnt, dass wir alle Kommandos 5x wiederholen bis sie gelten. In solchen Fällen scheint der Hund zählen zu können, doch er wartet ledigllich ab, erkennt es an der Stimme, bis wir diejenige Ebene in der Stimmführung erreicht haben, wo es dann in seinen Augen wirklich "gilt". Und so kommt er mit der Zeit erst bei einer bestimmten Lautstärke und/oder Wiederholung des Kommandos.

Zu hohe Andorderungen
Leider glauben viele Hundehalter, dass ein Hund alles versteht was wir ihm sagen. Ein Hund muss das Verstehen jedoch erst lernen. Man darf nie auf einen Hund wütend werden weil dieser etwas zu langsam auffasst oder trotzig, unterwürfig oder ängstlich wirkt. Statt dessen hilft geduldiges weiter üben. Ein Hund versteht den menschlichen Humor nicht.
Es gibt Menschen, die ihre Hunde necken und irritieren. Sie amüsieren sich darüber sehr, die Hunde absolut nicht. Bei sensiblen Hunden kann dies am Vertrauensverhältnis kratzen!

Das Versagen der Führerschaft
Der Hund ist schlau! Es gibt viele Gebiete, auf denen er dem Menschen überlegen ist und ihn leicht überlisten kann. Bestimmte Aufgaben des Anführers sind wichtiger als andere, z.B. das Auswählen der Beute oder derjenige zu sein, der zuerst Fremden begegnet. Viele von uns überlassen jedoch genau diese Aufgaben ihrem Hund. Wir selber übernehmen die weniger wichtigen Aufgaben. Ist ja oft auch bequemer, oder?

Unmögliche Anforderungen
Manchmal stellen wir an unsere Hunde unmögliche Anforderungen. Anforderungen, die einfach gegen seine Natur sind. Setzen wir diese Anforderungen dennoch mit Härte und Unterdrückung der Natur durch, wird der Hund in einen Konflikt mit sich selbst kommen, welcher die übrigen Trainingsergebnisse verringert.
Ein Beispiel hierfür ist die Anforderung, absolut still zu sein wenn es an der Tür klingelt. Der Hund muss die Erlaubnis haben zu bellen und sein Rudel zu alarmieren. Gerade dies war ja einer der Gründe, weshalb unsere Vorfahren den Hund zu sich nahmen und domestizierten.
Der Hund soll die Erlaubnis haben zu bellen, aber aufhören oder sich dämpfen wenn dies von ihm verlangt wird. Vollständige Stummheit dürfen wir von ihm nicht fordern.

Keine Respektierung der Unterwerfung
Leider findet man immer wieder Menschen die glauben, dass ein Hund sich schämt wenn er sich zusammenkrümmt nachdem man ihn dabei ertappt wie er etwas verbotenes machte.
Und sofort kommt die menschliche Art des Denkens zum Schluss, dass der Hund "genau weiss was er getan hat". Und dass man ihn deshalb dafür bestrafen kann. Doch dem ist nicht so.
Niemand kann wissen, was sich im Kopf eines Hundes abspielt. Wir erfassen lediglich das äussere Verhalten und dieses zeigt uns an, dass der Hund Unterwerfung signalisiert. Und Unterwerfung muss immer respektiert werden. Man darf nie einen Hund bestrafen der bereits anzeigt, dass er unsere Dominanz akzeptiert.
Der Hund ist sehr feinfühlig in der Wahrnehmung unserer Stimmungen. Er spürt sofort wenn uns etwas ärgert. Und kann dann das Verhalten der Unterwerfung zeigen, nicht weil er ein schlechtes Gewissen hat oder genau weiss was er verbotenes getan hat, sondern weill er uns und unsere Stimmung (er)kennt.

Steigerung der Erregung des Hundes
Wenn wir auf einen Hund wütend werden unterstützen wir ihn häufig dabe, sein unerwünschtes Verhalten fortzusetzen. Z.B. wenn er an der Tür bellt oder wenn er einem fremden Hund begegnet. Wir beschimpfen den Hund, rucken an der Leine, erheben die Stimme, sprechen scharf zu ihm udn beugen uns mit wütender Mine zu ihm hinunter.
Rein faktisch erregen wir dadurch den Hund nur noch mehr, sein Verhalten wird unterstützt. Einen gestressten Hund durch noch mehr Stress zu beruhigen geht nicht.

Falsche Anwendung der Hundesprache
Allzuwenige Hundebesitzer können die Körpersignale ihrer Hunde "lesen". Der Hund benutzt jedoch diese gerade am häufigsten, um mit uns und auch anderen Hunden zu kommunizieren. Für den Hund ist es so, als würde er in einer fremden Welt wohnen, dier sich weder vorstellen noch verstehen kann. Wir müssen also die Hundesprache lernen, wollen wir uns ihm gegenüber verständlich machen. Nicht nur mit Hilfe von Büchern, sondern auch, indem wir unsere und andere Hunde studieren.

Inkonsequenz
Es ist möglich, dass es vielleicht ein bisschen ermüdend wirkt, wenn ich immer wiederhole, dass man im Umgang mit dem Hund konsequent sein muss. Aber es ist notwendig. Das Erlaubte muss immer erlaubt, das Verbotene immer verboten sein. Der Hund kennt keine fliessenden Grenzen. Für ihn ist es das Beste wenn er weiss, nach was er sich zu richten hat.
Inkonsequentes Verhalten ist mehrheitlich verantwortlich dass Tierhalter den Weg in meine Praxis finden.

Einfühlung
Wir sollten dann und wann versuchen, uns selbst in die Lage des Hundes zu versetzen. Für einen Augenblick Hund sein und uns selbst mit den Augen des Hundes sehen. Dadurch erwerben wir ein grosses Verständnis dafür was ein Hund tun würde - und was wir selber tun.

Gemeinschaft und Gesellschaft
Der Hund ist ein Rudeltier und bedarf in hohem Masse der Gemeinschaft und Gesellschaft. Sie sollten verhindern, dass der Hund mit der Familie zu wenig zusammen ist, indem er im Zwinger oder gar angekettet ist. Dadurch handelt man gegen seine Natur. Das geht nur für kurze Zeit gut. Wenn die Zeiträume zu lang werden, kann dies dem Hund schaden. Das gleiche gilt, wenn der Hund alleine zu Hause bleiben soll. 4-6 Stunden können die meisten (nicht alle) erwachsenen Hunde noch ertragen - aber nur wenn sie es schrittwese gelernt haben - aber nicht länger.
Wenn sie zu viele Stunden einsam sind leben sie ein unnatürliches Leben. Eine Tagespflege oder eine Person, die mit dem Hund jeden Tag spazieren geht kann eine gute Lösung sein.

 


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