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Hund und Nähe
21.03.2009 13:57 (1467 x gelesen)

Die gefühlsbeladene Nähe beinhaltet so wichtige Signale, dass die meisten Hunde reagieren wenn sie sehen, dass zwei andere Hunde in angespannter Situation nahe beeinander stehen. Es scheint so, als würde der Dritte das Bedrohliche der Situation begreifen. Ein Hund in einem höheren Rang kann sich dann dazwischen drängen und dadurch verhindern, dass der Konflikt sich weiter entwickelt.
Dass der Abstand in herausfordernden Situationen grosse Bedeutung hat ist eine Tatsache, über die wir Menschen nicht nachdenken, obwohl dies auch für uns gilt. Man muss nur einmal zwei Menschen betrachten, die einander bedrohen. Ist der eine selbstsicher, geht er immer näücher auf den anderen zu. Wir haben einen gewissen Höflichkeitsabstand von ca. 60 cm, den wir immer einhalten wenn uns andere Personen begegnen. Dieser Abstand zeigt an, dass wir nicht beabsichtigen, die andere Person zu belästigen.

Erfordert eine bestimmte Situation, z.B. Körperpflege beim Jungen, eine verminderte Distanz, so sieht man bei Hunden die zurückgelegten Ohren und die hochgehaltene Schnauze. Der Schwanz wird tief und locker getragen. Die Kenntnis der gefühlsbeladenen Nähe ist sehr wichtig, um einen Teil sonst unverständlicher Reaktionen zu erklären und dadurch zulernen, uns in acht zu nehmen.

Die Umarmung
Menschen, speziell Kleinkinder, drücken ihre Liebe dadurch aus, dass sie das Objekt der Zuwendung umarmen. Viele Hunde gewöhnen sich daran, die Umarmung zu akzeptieren. Aber einige wehren sich dagegen. In der Hundesprache bedeutet dies nämlich Bedrohung. Der Hund entdeckt bei dem kleinen Kind, das auf ihn zustürmt, keine Unterwerfungssignale und die plötzliche Umarmung kann daher als Aufforderung zum Kampf aufgefasst werden: Achtung! Nähe! Körperkontakt! - der Hund knurrt und schnappt zu.
Der Hundebesitzer ist verzweifelt. Die Eltern des Kindes sind empört und verlangen vielleicht sogar dass der Hund getötet wird. Doch der Hund ist nicht schuld. Es ist unsere eigene Schuld. Es gibt eben Unterschiede in der Art und Weise wie Menschen und Hunde miteinander umgehen. Es ist die Aufgabe der Erwachsenen und den Eltern, den Kindern beizubringen, wie mans cih einem fremden Hunde, wenn überhaupt, nähert und wie man sich ihm gegenüber benimmt, ohne dem Kind dabei eine unbegründete Angst vor Hunden im allgemeinen zu vermitteln. Und es ist Aufgabe des Hundebesitzers, dem Hund beizubringen, dass dieser sich nicht veranlasst sieht zu beissen, nur weil ein fremdes Wesen den "Häflichkeitsabstand" unterschritten hat.

Wenn andere sich Umarmen
Herrchen und Frauchen stehen in der Diele und umarmen sich. Der Haushund entdeckt die Spannung innert weniger Sekunden und beeilt sich, zu ihnen zu kommen. Er fiept, läuft unruhig um sie herum, kratzt an den Beinen, versucht sich dazwischen zu drängen. Herrchen schaut auf den Hund und sagt mit einer Mischung aus Staunen und Ironie: Der ist ja eifersüchtig.
Doch das ist nicht der Fall. Die Situation sieht in den Augen des Hundes ganz anders aus: Er beobachtet mit zunehmender Nervosität wie die beiden aufeinander zugehen bis sie ganz nahe beieinander stehen. Und nun stehen sie da in einer "drohenden Umarmung", als würde der Kampf gleich beginnen. Und was macht in dieser Situation der zuverlässige Hund? Er versucht natürlich die "Kontrahenten" zu trennen.

Die Liebkosung
Viele Hunde reagieren etwas eigenartig wenn man sie liebkosen möchte. Wenn man in nahen Kontakt zu ihnen kommt, seine Wange an die des Hundes legen oder ihn innig "herzen"möchte, dann dreht er uns seine Hinterpartie zu und lässt uns das Hinterteil sreicheln.
Durch den nahen Kontakt fühlt er sich bedrückt und offeriert uns seine "friedliche Seite". Das heisst, dass er uns demonstrieren möchte, dass er die Situation nicht zu Aggression ausnützen will.
Wir können die gefühlsbeladene Nähe nutzen, wenn wir mit unserem Hund die Führerschaft trainieren. Dadurch können wir ein freundliches und vertrautes Führerschaftsverhältnis erreichen, ohne eine gewaltige und harte Stimme zu verwenden. Eine ruhige, bestimmte und herzliche Führerschaft - genau wie bei wilden Hunden.


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