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Die Ernährung von Hund und KatzeGesunde Ernährung

Ein Allzweckfutter gibt es schlicht nicht. Die richtige, ausgewogene Ernährung trägt wesentlich dazu bei, dass das Tier seine genetischen Anlagen voll ausschöpfen und ein Leben lang gesund bleiben kann.

Essensreste

Wir Menschen neigen dazu, unsere Haustiere zu vermenschlichen, das heisst, wir schreiben ihnen menschliche Eigenschaften zu. Dies ist eine Ausdrucksform, mit der wir unsere Liebe und Fürsorge für unsere Tiere zeigen und eine Mensch-Tier-Bindung herstellen. 

Probleme treten auf, wenn wir menschliches Essverhalten und Essenswünsche auf unsere Tiere übertragen. Füttern wir unsere Lieblinge vom Tisch erhalten sie in keiner Weise die benötigten Nährstoffe in geeigneter Menge und Zusammensetzung. Denken wir nur daran, was wir alles würzen! Und nicht jedes Gemüse oder jede Beilage wird vom Hund, der nach wie vor ein Fleischfresser ist, vertragen.

Falsch angebrachte Tierliebe wie Unvernunft und Gedankenlosigkeit sind einige der Gründe, weshalb der Tierarzt in seiner Sprechstunde besonders häufig fütterungsbedingte Erkrankungen zu behandeln hat.  Hierzu gehören nicht nur verfettete Haushunde,  die sich auf Grund ihrer Leibesfülle selbst eine Last sind, sondern auch verschiedene Hauterkrankungen und Stoffwechselstörungen sowie manche Herz-, Leber- und Nierenleiden.

Wir müssen uns vor Augen halten, dass der Hund trotz Anpassung an die menschlichen Lebensgewohnheiten in der Ausbildung und Funktion seiner Verdauungsorgane bis zu einem gewissen Grad seinen wilden Uhrahnen treu geblieben ist. Sein kräftig entwickeltes Raubtiergebiss verlangt nach Betätigung und ist nicht für Griessbrei, Kuchen und Süssigkeiten gedacht. 

Eine vernünftige Ernährung (in erster Linie Fleisch) ist die Grundlage für die Gesundheit ihres Hundes bis ins hohe Alter. Ein Hundeleben hat viel Gutes und deshalb soll der Hund leben wie ein Hund, selbstverständlich im positiven Sinn. Nicht nur die Energie, auch einen Teil seiner Zufriedenheit und Lebenslust bekommt er mit der richtigen Ernährung.

Unvernünftige Ernährung trägt bei zu Knochen- und Gelenkskrankheiten, sowie Haut-, Herz- und Kreislaufproblemen die, wenn im Alter nicht vermeidbar, so doch weniger ausgeprägt in Erscheinung treten. Unvernünftige, unausgewogene Ernährung ist oft auch verantwortlich für Verhaltensprobleme!

Bei Fehlernährung wie Süssigkeiten leidet nicht nur die Figur des Tieres, sondern auch die Zähne. Sie werden kariös, es entstehen Zahnfleischhprobleme und Entzündungen oder gar Fäulnis. Und ohne Zähne macht schlussendlich vieles keinen Spass mehr! 

Die Geschmäcker sind verschieden

Gesunde ErnährungViele Tierbesitzer wählen das Futter nach Schmackhaftigkeit, das heisst was das Tier am liebsten frisst. Das ist jedoch nicht zwingend gesund.  Jeder weiss aus Erfahrung, dass wir ein Stück Torte einer Gurke vorziehen. Doch was ist ernährungsphysiologisch gesünder?

Hund und Katze haben einen ausgeprägten Geruchssinn. Gerade Katzen beschnuppern ihr Futter ehe sie zu fressen beginnen. Besondere Anziehungskraft hat für Katzen der Geruch von Fisch. Fisch ist besonders Eiweissreich und so häufig gerade in den von Katzen so geliebten Futtersorten hohe Eiweisskonzentrationen vorhanden.

 

Nährstoffe

Als Nährstoffe werden alle lebenswichtigen Futterbestandteile bezeichnet. Von den sechs wichtigsten Nährstoffgruppen gewähren drei die energetische Versorgung, drei sind für die Energieproduktion von essentieller Bedeutung.

Vitamine sind für die chemischen Reaktionen des Stoffwechsels wichtig. Es gibt zwei Hauptgruppen: wasserlösliche und fettlösliche Vitamine. Wasserlösliche Vitamine können nur in ganz geringem Umfang im Körper gespeichert werden. Fettlösliche Vitamine können in den Fettgeweben und in der Leber eingelagert werden.

Vitaminüberschuss wird klinisch häufiger beobachtet als Vitaminunterversorgung!

Im Vergleich zu Hunden besteht bei Katzen ein besonderer Vitaminbedarf, weil sie das in den Pflanzen enthaltene Beta-Karotin nicht in Vitamin A umwandeln können. Sie benötigen deshalb bereits vorhandenes Vitamin A, welches nur in tierischen Geweben vorkommt.

Hauptursache von Störungen im Mineralsostffhaushalt ist bei Tieren die kritiklose Zufütterung eines oder mehrerer Mineralstoffe. Viele Tierbesitzer sind bei Vitaminen und Mineralstoffen der Ansicht, dass „etwas mehr besser“ ist. Dies trifft normalerweise nicht zu.

Wasser ist der wichtigste Nahrungsbestandteil. Ein Tier (und auch der Mensch) können den Verlust fast aller Energie (Fett-) und der Hälfte der Proteinreserven überleben, aber ein Verlust von 10% der Körperflüssigkeit verursacht massive Krankheitserscheinungen. Ein Wasserverlust von 15% kann tödlich sein. Wasser macht über 70% des Körpergewichtes aus.

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